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Die Geschichte

Holunder-blüten-sirup

Die bei uns heimische und wichtigste Holunderart ist der Schwarze Holunder. In den letzten Jahren rückte der aus den Blueten hergestellte Holunderbluetensirup mehr und mehr in den Fokus von Naturkostläden und Verfechtern der Naturmedizin. Der Sirup enthält ätherische Öle, antioxidativ wirkende Flavonoide, B-Vitamine und reichlich Vitamin C. Holunder-blueten-sirup Dem Sirup werden schleimlösende, fiebersenkende und antiendzündliche Eigenschaften zugeschrieben. Bereits die Indianer Südamerikas nutzten die Blätter des Holunders vorwiegend zur Wundheilung. Außerdem sind Getränke mit Holunderbluetensirup äußerst wohlschmeckend und erfrischend. Beim Kauf sollten Sie darauf achten, dass für den Sirup ausschließlich schonend getrocknete und einwandfreie Bluetendolden ohne erkennbare Braunverfärbung verwendet wurden.

Holunderbluetensirup

Wo wächst der Holunderstrauch und woran kann man ihn erkennen?

Der holunder-blueten-sirup Die Pflanzengattung Holunder (Sambucus) gehört zu den Moschuskrautgewächsen. Drei von weltweit über zehn Arten sind bei uns in Mitteleuropa heimisch. Davon ist der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) die häufigste und gleichzeitig auch die wichtigste Art. Er wird je nach Region auch als Holler oder Holder bezeichnet. Es handelt sich um einen der häufigsten buschartigen Wildgehölze, die bei uns vorkommen. Am häufigsten trifft man den Holunderstrauch an sonnigen bis schattigen Böschungen und Wegesränder. Ebenso liebt er die nährstoffreiche Böden verlassener Höfe und Bahnhöfe sowie auch stickstoffhaltige Lehmböden von Brachen. Dort ist er häufig mit Brennnesseln vergesellschaftet. Bei guten Wachstumsbedingungen können durchaus Höhen von 6 bis 7 Meter erreicht werden, als seltener Holunderbaum sogar über 10.

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Was sind nun die charakteristischen Merkmale, holunder-blueten-sirup an denen Holundersträucher zu erkennen sind? Auffälliges Merkmal ist ihr Laub. Drei bis neun unpaarig gefiederte schmal-ovale Blätter mit fein gezähnten Rändern befinden sich jeweils auf einer Mittelrippe. Unpaarig bedeutet, dass sich die Blätter an der Mittelrippe zwar paarig gegenüberstehen, dass sich aber auch an ihrem Ende ein Blatt befindet, so dass sich immer eine ungerade Zahl von Blättern (Fiedern) ergibt. Ein weiteres charakteristisches Merkmal sind die meist handtellergroßen, aufrechtstehenden, schirmförmigen Blütenstände mit feinen, cremeweißen Blütenblättchen. Nach der Blütezeit, die von Mai bis Juni dauert, entwickeln sich in weitgefächerten, doldenartigen und hängenden Büscheln die kleinen, fast schwarzen Beeren mit dunkelviolettem Saft. Auch die Stiele der Beeren färben sich auffällig rot-violett.

Eine Pflanze mit vielen Mythen und langer Geschichte

Blätter und der Saft des Holunders wurden in prähistorischen Kulturen wie den Alten Ägyptern für Heilzwecke verwendet, etwa zur Behandlung von Hautunreinheiten und zur Wundheilung. Eine noch größere Bedeutung erlangte die Pflanze durch zahlreiche Mythen, die sich um sie rankten. Bei Griechen, Römern und Germanen war die Vorstellung präsent, dass im Hollerbusch gute Geister wohnen. Die Germanen verehrten den Holler gar, weil für sie die Muttergöttin Holla, die Schutzpatronin für Menschen und Pflanzen, ihren Wohnsitz im Holunderbaum hatte. Die Germanen entwickelten Opferriten, die die Schutzpatronin gnädig stimmen und zu einer reichen Ernte führen sollte.

Die vielen positiven Vorstellungen, Mythen und Bräuche, die auch im mitteleuropäischen Raum mit dem Holunderbaum verbunden waren, erfuhren durch das Christentum allmählich eine Umkehr. Die guten Geister wurden zu Hexen und bösen Geistern stilisiert. Opfer darbringen und Huldigungen unter dem Hollerbusch wurden in der christlichen Kirche streng geahndet. Das Verhalten der Kirche kann zum Teil darauf zurückgeführt werden, dass Judas Iskariot, der Jesus verraten hatte, sich angeblich später an einem Holunderbaum erhängt hatte. Ein noch wichtigerer Grund liegt sicherlich darin, dass die Kirche die Menschen von ihren als heidnisch eingestuften Vorstellungen und Bräuchen abbringen wollten.

Was den Holler so gesund macht

Unter der Vielzahl besonderer Inhaltsstoffe mit gesundheitlicher Relevanz sind vor allem ätherische Öle, das reichlich vorhandene Vitamin C, die B-Vitamine B1, B2 sowie Folsäure und die Gruppe der Flavonoide zu erwähnen. Sie setzen sich aus Kämpferol, Quercetin, Ritosid und anderen zusammen. Anthocyane, die dem Fruchtsaft und den Beeren die tiefblaue bis schwarze Farbe verleihen. Sie wirken zusammen mit dem Vitamin C stark antioxidativ. Auch die Blueten enthalten Flavonoide, ätherische Öle und Rutin mit antioxidativen, antiendzündlichen und gefäßschützenden Eigenschaften. Auch die enthaltenen Anthocyane, die den reifen Beeren, die tiefdunkle blauschwarze Farbe verleihen, entwickeln eine enorm wirksame antioxidative Wirkung. Sie binden freie Radikale, die sogenannten reaktiven Sauerstoffspezies, und machen sie biologisch unschädlich. Sie sehen wie wichtig ist der holunder-blueten-sirup.

Achtung: Es sind nicht alle Inhaltsstoffe gesund. In den Blättern, in der Rinde und vor allem in den unreifen Beeren befindet sich ein cyanogenes Glycosid, das Sambunigrin. Unter Einfluss von Wasser können sich geringe Mengen des giftigen Glycosids Blausäure abspalten. Deshalb sollten Sie auf keinen Fall unreife Beeren verzehren, was zu Unwohlsein und Erbrechen führen kann. Sambunigrin kann durch Erhitzen vollkommen unschädlich gemacht werden. Holundersaft, der mittels Dampfentsafter gewonnen oder erhitzt wurde, ist deshalb völlig unschädlich.

Mit Holler heilen

Viele der gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe, besonders die mit antioxidativen Eigenschaften, entfalten eine breite, der allgemeinen Gesundheit förderliche Wirkung. Es sind aber auch spezifische Wirkungen des Holunders vorhanden, die eine gezielte Anwendung und ihren Einsatz bei bestimmten Krankheiten sinnvoll machen. Die heilenden Eigenschaften des Holunders waren bereits in der Antike bekannt und wurden unterschiedlich genutzt. Die alten Ägypter nutzten die Blätter zur Behandlung von Hautveränderungen und zur Wundbehandlung. Auch in vielen anderen alten und neueren Kulturen wurden die gesundheitsfördernden Eigenschaften des Holunders genutzt und geschätzt. Unumstritten sind ihre fiebersenkenden, krampflösenden und blutreinigenden Wirkungen. Traditionell wird der Holler gegen Fieber, Erkältungskrankheiten wie Husten, Schnupfen, Bronchitis, grippale Infekte und ähnlichen Beschwerden eingesetzt. Auch für die Nasennebenhöhlen wird den Inhaltsstoffen des Holunders eine schleimlösende Wirkung zugeschrieben.

Köstlichkeiten mit Holler

Köstlichkeiten aus den Blueten oder den reifen Beeren beziehungsweise aus dem Saft des Holunders zuzubereiten, hat eine lange Tradition. Besonders schmackhaft und beliebt sind Küchle aus Holunderblüten. Die Zubereitung ist einfach und dauert nur ungefähr 15 Minuten. Sie benötigen dazu etwa 16 einwandfreie Blütendolden, die unter kaltem Wasser abgespült werden. Danach bereiten Sie einen ziemlich dünnflüssigen Teig vor mit Mehl, Zucker, Eiern, Vanillezucker und Milch. Der Teig ist dem von Waffeln ähnlich. In einer Pfanne mit hohem Rand erhitzen Sie Öl, das zum Frittieren und Braten geeignet ist, tauchen die Dolden in den Teich und backen sie in wenige Minuten aus. Abschließend schneiden Sie die Doldenstiele ab und bestreuen die Küchle mit Zimtzucker.

Aus den reifen Holunderbeeren lassen sich schmackhafte Marmeladen zubereiten. Beispielsweise können die Beeren mit verschiedenen anderen Früchten wie Äpfel oder Brombeeren gemischt werden, um daraus eine köstliche Marmelade mit eigener Geschmacksnote zu zaubern. Der reine Holundersaft kann auch als Grundlage für die Herstellung eines gesundheitsfördernden und wohlschmeckenden Holunderbeerengelees dienen. Die Möglichkeiten, Holunderblüten oder die reifen Beeren in der Küche zu verwerten, sind nahezu unbegrenzt.

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